Ihr freundlicher Dachdecker

aus Düren

Bedachungen

Unkraut auf dem Dach

Nur das Unkraut im Garten wächst und gedeiht, die Terrasse bleibt

ungenutzt und der Grill kalt - das sind die Ergebnisse eines veregneten

Sommers. Ein Blick auf das Dach des Hauses kann zeigen - auch hier hat

das feuchte Wetter Spuren hinterlassen: Auf den Ziegeln schimmert eine

grüne Patina. Kein Grund, an der Schutzfunktion des Daches zu zweifeln.

Grünbildung ist weder schädlich für die Gesundheit der Hausbewohner,

noch beeinträchtigt sie die Langlebigkeit eines Ziegeldaches.

Grundsätzlich ist nahezu jede Oberfläche von Grünbildung betroffen. "Die

Behauptungen einiger Dachziegelhersteller, es gebe keine Grünbildung auf

glasierten Ziegeln ist Unfug", ärgert sich Dipl. Ing. Heinz Zanger von

der Arbeitsgemeinschaft Ziegeldach e. V. (AZD) über solche werblichen

Aussagen. Grundsätzlich wachsen Flechten und Moose überall: auf

Kunststoff, Holz, Beton, oder sogar Glas. Drei wesentliche Faktoren

beeinflussen die Flechten- oder Moosbildung:

 

1. Unter Bäumen, in Gewässernähe oder im Schatten eines Abhanges oder

Tals sind diese Organismen zu finden. Verwehungen, z. B. von gedüngten

Äckern oder vom Rasen mähen sowie eine hohe Luftfeuchtigkeit bilden eine

ideale Lebensgrundlage für die grünen Pioniere.

 

2. Grünbildung tritt immer dort auf, wo Feuchte länger als üblich

verweilt: Im Schatten von Gauben, im Bereich von Dunst- und Fallrohren

oder an Aufkantungen.

 

 

3. Eine mangelnde Hinterlüftung der Ziegeldachfläche ist jedoch die

häufigste Ursache für Grünbildung. Schlechter Luftaustausch hinter den

Dachpfannen sorgt dafür, daß das Dach länger feucht bleibt und damit

wieder rum Nährboden für Mikroorganismen entsteht.

 

Zanger rät Bauherren bei der Beseitigung von Flechten und Moosen zur

Vorsicht. Eine Hochdruckbehandlung mit heißem Wasser oder die begrenzt

haltbare Oberflächenversiegelung mit einer chemischen Lackierung halten

den Bewuchs nur kurzfristig auf. Auch vom Einsatz von Giften rät er aus

Gründen der Gesundheit und des Umweltschutzes ab. Wenn natürliche,

unproblematische Grünpatinierung dennoch stört, sollte eine sachgerechte

Hinterlüftung des Daches sicherstellen. Bei vorhandenen, ausgebauten

Dächern kann auch die nachträgliche Installation von Lüftungselementen

an Traufe und First bereits den gewünschten Effekt haben. Allzu dichte

Vegetation im Gebäudeumfeld sollte zurückgeschnitten werden, um eine

Beschattung der Dachfläche zu vermeiden. Aber auch Bauherren, die die in

einer Grünbildung eine Patina mit natrürlichem Charme erkennen, können

sicher sein, dass ihr Ziegeldach, bei fachmännischer Pflege und Wartung

- Generationen lang hält.

Quelle Arbeitsgemeinschaft Ziegeldach e. V. Artikel aus "Der

Dachdeckermeister" Ausgabe 12/2000, Kleffmann Verlag

 

Richard Jacobs - Weberstr. 22 - 52349 Düren

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